Beschreibung
E-Book: Kann KI Therapie? Über Essstörungen, Anerkennungshunger und Grenzen – und eine Maschine, die nie NEIN sagt
Das Buch hat 540 Seiten (PDF). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die KI-Sprachmodelle häufig in kurzen Sätzen oder in Stichpunkten antworten. Es handelt sich also nicht um 540 Seiten Fließtext.
Seit Jahren steigen die Zahlen der psychosomatischen Erkrankungen. Und in Deutschland warten Menschen monatelang auf Therapieplätze. Manche finden keine passende Therapeutin. Einige fühlen sich in der Therapie nicht verstanden. Nicht wenige haben negative Therapieerfahrungen gemacht. Es ist also verständlich, dass sich viele Menschen lieber an ein KI-Sprachmodell wenden. Denn das ist immer da und es will und kostet nichts.
Wie menschlich ist die menschengemachte Maschine?
Wer wie ich – als ehemals Essgestörte und frühere Mentorin für Frauen mit Essstörungen – weiß, wie groß der Hunger nach Anerkennung, Aufmerksamkeit und Antworten sein kann, steht dieser neuen Beziehungsform kritisch beobachtend gegenüber. Denn während es für Essgestörte essenziell ist, auf ihre Grenzen und Bedürfnisse zu achten, sind KI-Sprachmodelle grenzenlos und bedürfnisfrei. Aus dieser Diskrepanz heraus ist die Idee zu diesem Buch entstanden.
Ein experimentelles Dreierlei
Im ersten Teil des Buchs habe ich zwei KI-Sprachmodelle (ChatGPT und Claude) in diverse Situationen gebracht, in denen Frauen mit problematischem Essverhalten Hilfe suchen. Diese Dialoge haben jeweils die gleiche Ausgangssituation, entwickeln sich aber unterschiedlich. Im zweiten Teil habe ich mit beiden Modellen abwechselnd meine eigenen Erfahrungen und Theorien analysiert. Und im dritten Teil habe ich mit beiden KI-Sprachmodellen herauszufinden versucht, ob man Schlüsselmomente, wie ich sie während meines Heilungsprozesses hatte, bewusst herbeiführen kann.
Vor allem im ersten Teil des Buchs habe ich während der Dialoge manipuliert, provoziert, konfrontiert, geschmeichelt, gejammert und gelogen. Ich habe anschließend nicht versucht, die Antworten der KI-Sprachmodelle durch andere Quellen zu be- oder widerlegen. Denn dieses Buch ist ein Experiment, kein wissenschaftlicher Ratgeber. Es ist das Protokoll mehrerer Begegnungen zwischen menschlichen Grenzen und maschineller Grenzenlosigkeit. Und es zeigt die möglichen Folgen davon auf.





