RAW WRITING – Das SchreibMenu mit Biss

Rohes Schreiben kann Teil unseres Verdauungsprozesses sein und dabei helfen, mentale und emotionale Verstopfung zu lösen.

Der Körper scheidet aus. Passiert das nicht, entsteht Verstopfung.

Doch wie vollgestopft ist dein Kopf?

Was passiert mit all dem mentalen und emotionalen Zuviel in dir?

Welchen Raum bekommt das, was du wirklich zum Kotzen findest, was du zu häufig runterschluckst und was dir regelrecht die Kehle zuschnürt?

Versuchst du, es zu unterdrücken und hoffst, dass es alleine verschwindet?

Oder dass es dann weg sein wird, wenn du endlich „perfekt“ aussiehst und dich „gut genug“ fühlst?

Doch was ständig unterdrückt wird, sucht sich oft andere Wege.

Also raus mit der KopfKotze, egal wie sie aussieht.

Nicht ordnen. Nicht bewerten. Nur raus.

Erleichterung entsteht durch Entladung.


Ich selbst habe die Erfahrung gemacht: Je mehr ich mich auf Papier ausgekotzt habe, desto weniger Kotz-Druck spürte ich.

„Schreib es einfach raus!“ habe ich deshalb während der letzten Jahre häufig in Gesprächen geraten. Doch „einfach schreiben“ fällt vielen MindMates richtig schwer.

Denn automatisch greifen die alten Muster. Wir wollen „brav“ und „anständig“ sein. Also versuchen wir,  gut, richtig und zielführend zu schreiben.

Innere Zensoren tauchen auf und geben ungefragt ihren Senf dazu:

„Die sinnlose Schreiberei bringt doch nichts“, bewerten sie höhnisch.

„Das kannst du doch so nicht aufschreiben!“, kreischen sie schnappatmig.

„Er hat das damals bestimmt nicht so gemeint, sei doch nicht so ein Weichei“, kommentieren sie augenverdrehend.

„Wie sieht das denn bitte aus?“ missbilligen sie mit gezücktem Rotstift.

Weil diese  inneren Stimmen so laut werden, wird das Schreiben oft zu schnell wieder aufgegeben.

Rohes Schreiben ist kein Konzept, das man versteht. Es ist ein Ablauf, den man durchlebt.
Genau daraus ergibt sich dieses SchreibMenu:

RAW WRITING – Das SchreibMenu

Drei 1:1 Telefonate à 60 Minuten.


Erster Gang: Wer hat dir das Maul gestopft?

Hier wird nichts produziert.
Es wird sichtbar, was dich vorher schon bremst.

Die inneren Instanzen, die dich leise machen.
Stimmen, die jeden Satz zuerst auf Erlaubnis prüfen.

Der Filter, der dich sozial verträglich hält.
Die Kontrolle alter Systeme, die dich angepasst brauchen.

Du gehst nicht ins Schreiben.
Sondern in den Moment davor.

Dorthin, wo Sprache abbricht, bevor sie beginnt.


Zweiter Gang: Schieß los! Dann scheiß drauf.

Hier kippt der Modus.

Jetzt wird nicht mehr gehalten.
Jetzt wird nicht mehr verbessert.
Jetzt wird nicht mehr eingeordnet.

Du schreibst, bevor du weißt, was du denkst.
Du bleibst in Bewegung, auch wenn es keinen Sinn ergibt.

Alles darf gleichzeitig da sein.
Widerspruch. Wut. Unsinn. Klarheit. Chaos.

Kein Ziel.
Keine Form.
Kein „richtig“.

Nur Entladung – roh, radikal, echt.


Dritter Gang: Keine Rezepte mehr.

Hier wird die Steuerung müde.

Nicht weil sie gelöst ist.
Sondern weil sie nicht mehr gebraucht wird.

Die Frage „Wie mache ich das richtig?“ verliert an Gewicht.

Denn irgendwann zeigt sich: Es funktioniert.

Du hörst auf, dich zu korrigieren, während du dich ausdrückst.
Und beginnst zu beobachten, was entsteht, wenn du nicht eingreifst.

Schreiben wird nicht geführt.
Schreiben passiert.


Alles, was während der drei Gänge entsteht, nennen wir KloPapiere.
Nicht weil die Papiere wertlos sind. Sondern weil sie ihren Zweck erfüllt haben.

Sie landen im KopfKlo.

Manche werden später zerrissen, verbrannt oder weggespült.

Andere bleiben.

Als Kompost, aus dem etwas Nahrhaftes entstehen kann.


Nach deiner Anmeldung vereinbaren wir den ersten Termin.
Terminverschiebungen sind bis 48 Stunden vorher möglich.
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